Samstag, 23. Februar 2013

Flatterengel-Bande

Vor einigen Tagen habe ich euch meinen neuen Schutzengel zusammen mit einer kleinen Rabattaktion vorgestellt.
Yvonne war die Glückliche, die den Engel als Erste bestellt hat und sich so 10% Rabatt sichern konnte.
Außerdem hat sie auch gleich 3!! Engel bestellt und ich habe mich flux an die Arbeit gemacht.

Die kleine Bande ist nun fertig und wartet auf das Abflugsignal um am Montag zu Yvonne in die Schweiz zu flattern.

Euch möchte ich nun zeigen wie die kleinen Flatterengel entstanden sind.


Los geht's mit Aufzeichnen auf ein Silberblech.
Blech bezeichnet hier die Form des Silbers, also nicht wundern wenn ich oft von Blech spreche. Natürlich ist es Silber und nicht das was man als Laie unter Blech versteht.
 
Anschließend säge ich die Engel aus.

 
Danach befeile ich mit kleinen halbrunden und geraden Nadelfeilen die Kanten und Rundungen. Nach dem Feilen schmirgel ich mit einer Schmirgellatte und Schmirgelpapier die Kanten noch feiner, so dass ich sie später mit einem Gummirad und Polierrad bearbeiten kann.
 
 
Auf der Rückseite der Engel habe ich Punkte angezeichnet. Hier fräse ich kleine Mulden wo später die halben Ösen angelötet werden. Die Ösen halten beim löten besser, wenn die Drahtenden in Mulden stehen.
Außerdem sieht man hier, dass ich den Feingehalt schon vor dem Löten einstempele.
Der einfache Grund: Nach dem Öse anlöten, komme ich mit dem Stempel nicht mehr an die vorgesehene Stelle wo ich stempeln möchte.
 
 
Die Ösen sind angelötet und die Engel sind nach dem Löten auch gleich abgebeizt worden. Beim Abbeizen werden Flussmittelrückstände entfernt. Flußmittel benötige ich beim löten, damit das Lot fließt. Außerdem schützt das Flussmittel das Silber vor zu starkem Verfärben durch die Löthitze.
 

Ich versäubere wo nötig die Lötstelle und greife dann zum Gummirad um die Kanten zu glätten. Anschließend nehme ich das Polierrad zur Hand und poliere alle zugänglichen Kanten.

 
Die Rückstände des Poliermittels `Pariser Rot` werden im Ultraschallreinigungsgerät entfernt.
Polieren ist eine sehr dreckige und staubige Angelegenheit. Nicht nur das Werkstück wird dabei verschmutzt sondern auch die Finger und den Staub hat man auch auf der Kleidung und in der Nase.

 
Nach dem Reinigen nehme ich für das Finish einen Glasfaserstift um eine schöne wolkige matte Optik zu erhalten. Außerdem ziehe ich an allen Kanten mit dem Polierstahl Glanzkanten.
 
 
Und so sehen sie nun fix und fertig aus.
Sind sie nicht süß, die kleinen Flatterengel?!?



Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick in meine Arbeit geben und ihr hattet Spaß beim lesen.
Und wenn ihr mehr von solchen Einblicken in die Goldschmiedewerkstatt haben wollt, dann schreibt mir einfach ein paar Kommentare.

Grüßles von Baroness




Kommentare:

  1. Danke für den tollen Einblick in deine Arbeit. Mit diesen süßen Engelchen fühlt man sich gut beschützt!

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